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Diamanten

Die vier C's

Ø mmCaratBrilliant
1,30 0,010
1,70 0,020
1,90 0,030
2,10 0,040
2,50 0,060
2,70 0,080
2,96 0,100
3,10 0,120
3,30 0,140
3,50 0,160
3,70 0,180
3,80 0,200
3,85 0,210
3,95 0,230
4,10 0,250
4,60 0,350
5,00 0,450
5,40 0,550
5,80 0,650
6,20 0,850
7,00 1,250
7,80 1,750
8,80 2,500
11,10 5,000
Carat = Vægt
Color = Farve
Clarity = Renhed
Cut = Slib

Der Diamant ist der Prestigevollste und meist Begehrteste aller Edelsteine, weswegen er auch am gründlichsten klassifiziert wird.

Der Wert eines Diamanten wird von vier Faktoren bestimmt, den vier C's: Carat (Gewicht), Color (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliff).

Carat: Das Gewicht

Das Gewicht ist am einfachsten zu bestimmen, indem man den Stein einfach wiegt. 1 ct. Diamant wiegt 0,2 Gramm. Große Diamanten sind wesentlich seltener als Kleine. Das Preisniveau für große, geschliffene Diamanten ist daher auch um ein Wesentliches höher und steigt stark mit der Größe an. Daher kostet ein Diamant mit einem Karat auch mehr als das Doppelte als ein Diamant mit einem halben Karat von gleicher Qualität.

Color: Die Farbe

GIA GradeTraditionelle  BezeichnungenBeschreibende Bezeichnungen
D River Sjældneste hvid
E
F Top Wesselton Sjælden hvid
G
H Wesselton Hvid
I Top crystal Svagt tonet hvid
J Crystal Let tonet hvid
K Top cape Tonet hvid
L
M Cape Let gullig
N
O Light yellow Gullig
P
Q
R
S-Z Yellow Let gul

Ein weiterer Faktor ist die Farbe des Steins. Diamanten mit einer intensiven Farbe sind unglaublich selten und kostbar. Sie werden als farbige Diamanten oder fantasiegeschliffene Diamanten genannt. Zu den fantasiegeschliffenen Diamanten gehören bspw. der Hope-Diamant und der Grüne Dresden.

Viele Diamanten sind schwach gelblich. Die Farbtöne sind jedoch oft so schwach, dass man sie nur mit geübtem Auge unterscheiden kann. Die vielen, kleinen Nuancen zwischen weiß und gelblich lassen sich nicht mit normalen Farbbezeichnungen beschreiben.

In Dänemark verwendet man deshalb die, von der Scan. D. N. (Skandinaviske Diamant Nomenklatur) ausgearbeiteten, Farbbezeichnungen. Diese können sie auf der rechten Tabelle nachlesen und dort auch mit den amerikanischen Bezeichnungen des GIA (Gemmological Institute of America) vergleichen.

Clarity: Die Reinheit

HovedgradUndergrad
Lup-ren FL
IF
VVS VVS 1
VVS 2
VS VS 1
VS 2
SI SI 1
SI 2
P P 1
P 2
P 3

Der dritte Faktor ist die Reinheit. Die Durchsichtigkeit der Diamanten variiert stark von Stein zu Stein, da sie oft durch Einschlüsse gestört wird. Wird die Transparenz durch diese so stark herabgesetzt, dass man nicht mehr durch den Stein hindurch sehen, wird der Diamant nur als Industriediamant verwendet.

Nur wenige Diamanten sind ganz klar und daher auch sehr kostbar. Selbst sehr kleine Einschlüsse, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind, beeinflussen den Wert des Diamanten, wobei man erst bei größerern, sichtbaren Einschlüssen von einer Verringerung der Schönheit des Steines spricht.

Die Reinheit eines Diamanten wird mit einer Lupe mit 10-facher Vergrößerung bestimmt.

Die Scan. D. N. Reinheitsskala (s. links) ist in Haupt- und Untergrade eingeteilt. Die höchste Stufe auf der Skala ist lupenrein mit den Untergraden FL (flawless ) und IF (internally flawless). Wird ein 
Diamant mit FL bezeichnet, so weist er bei 10-facher Vergrößerung minimalste bis keine Verunreinigungen auf. IF bedeutet, dass minimalste Einschlüsse bei so starker Vergrößerung zu sehen sind.

Weitere Bezeichnungen sind: VVS (very very small inclusions), VS (very small inclusions ) und SI (small inclusions ).

Erst bei der niedrigsten Stufe, dem P-Grad, welcher auch Piqué genannt wird, sind Verunreinigungen mit dem bloßen Auge zu sehen.  

Cut: Der Schliff

Alle drei vorherigen Faktoren waren naturbestimmt und werden deshalb als Seltenheitsfaktoren bezeichnet. Der vierte Faktor, der Schliff, ist vom Menschen beeinflusst und wird daher Qualitätsfaktor genannt.

Die einzigartigen optischen Eigenschaften des Diamanten kommen erst mit dem richtigen Schliff zur Geltung.  Der korrekt proportionierte Brilliantschliff vermag es im höheren Grad als andere Schliffarten, die Leuchtwirkung des Diamanten zu unterstreichen: Brillianz, Feuer, Glanz und Schimmer in einer schönen Kombination.

Die Abbildung rechts zeigt den Scan. D.N. Normschliff, dessen Proportionen so genau berechnet sind, dass schon kleinste Abweichungen meistens eine Verminderung der Leuchtwirkung des Diamanten bedeuten.

In der unteren Abbildung sehen sie Bespiele für Diamanten mit einem zu flachen (b) und einem zu tiefen (c) Unterteil im Vergleich zu einem korrekt geschliffenen Brillianten.

(a)(b)(c)
Leuchtwirkung eines korrekt proportionierten Brillianten. Brilliant mit zu flachem Unterteil. Der Stein verliert viel seiner Leuchtwirkung in der Mitte, weil nur wenig Licht reflektiert wird. Dieser wird oft als fish eye (Fischauge) bezeichnet. Brillant mit zu tiefem Unterteil. Der Stein sieht in der Mitte dunkel aus, weil zu viel Licht aus dem Unterteil verschwindet. Dieser wird oft als lumpy stone bezeichnet.

Wie zuvor genannt, sind die Propertionen des Brilliantenschliffs ausschlaggebend dafür, wie viel Brillianz und Feuer ein Brilliant erreichen kann. Der Scan. D.N. Schliff ist so berechnet, dass er versucht, die optimale Kombination der beiden Eigenschaften zu erreichen. Dabei ist es nicht eindeutig, was man unter optimaler Leuchtwirkung versteht. Für die Einen muss ein Diamant mehr Brillianz haben, für Andere mehr Feuer.  Der Diamantschliff kann auf Grund von Naturgesetzen nicht beide Wünsche gleichzeitig in gleichhohem Maße erfüllen, weswegen man sich für eine Priorität entscheiden muss.
Früher konnten Diamantenschleifer durch versuchsweise Änderung der Facetten und Größenverhältnisse Brillianten mit immer größerer Leuchtwirkung erreichen. Viele der damaligen Diamantenschleifer haben auf diese Weise Resultate erzielt, die sehr nah an den heutigen Schleifformen sind. Erst später wurde die Leuchtwirkung von Brillianten auf technischem Wege untersucht. Im Jahr 1919 präsentierte so der englische Mathematiker Marcel Tolkowsky seine wissenschaftlichen Berechnungen zum idealen Schliff, den sogenannten Tolkowsky-Brillianten.

Tolkowsky-brillantScan D.N.'s Normslib

Wie aus der Abbildung hervorgeht, ist der Unterschied zwischen den beiden Schliffen auf den oberen Teil des Steins beschränkt. Die Tafelfacette des Tolkowsky-Brillianten misst 53% und die Höhe des Oberteils 16,2%. Dies bewirkt, dass dieser Schliff mehr Feuer als Brillianz hat. Der Scan D.N. Schliff hat, mit einer Tafelfacette von 57,5% und einer Oberteilshöhe von 14,6%, eine etwas kräftigere Brillianz, aber dafür weniger Feuer. Dies kann dazu führen, dass der Scan. D.N. etwas größer wirkt als der Tolkowsky-Brilliant, selbst wenn die Steine eigentlich gleich groß sind. Die Ursache hierfür findet sich vermutlich in der Größe der Tafelfacette.

Schleiffehler

Größere Abweichungen vom Normschliff sind in der Regel nicht auf einen schlechten Schleifer zurückzuführen, sondern auf den großen Wert des Rohmaterials. Die ungeschliffenen Diamantkristalle sind sehr unterschiedlich. Der Diamantenschleifer muss sowohl auf die Form des Kristalls als auch auf mögliche Unreinheiten und deren Platzierung Rücksicht nehmen. Prinzipiell könnte man aus allen Kristallen korrekt proportionierte Diamanten schleifen, jedoch würde das den Stein sehr viel kleiner machen. Eine solche Vorgehensweise würde einen so großen Verlust des kostbaren Materials bedeuten, dass der Preis pro Kt. unglaublich hoch werden würde. Außerdem muss man mit einem Gewichtsverlust von min. 60% des Rohmaterials beim Schleifen rechnen, weshalb der Diamantenschleifer in einem gewissen Grad vom Ideal abweichen kann.

Facetten

Der Brilliantschliff har 57 oder 58 Facetten, die folgendermaßen verteilt sind:

Oberteil

- 1 Tafelfacette
- 8 Sternfacetten
- 8 Hauptfacetten
- 16 Rundistefacetten
gesamt: 33

Unterteil

- 8 Hauptfacetten
- 16 Rundistefacetten
gesamt: 24 oder 25, wenn die Spitze abgeschliffen ist

Kulette
Die Facetten des Unterteils können in einem Punkt oder in einer kleinen, 8-seitigen Fläche enden. Treffen sich die Facetten in einem Punkt, spricht man von einer spitzen Kulette. Schließt der Schliff mit einer Fläche ab, wird von einer abgeschliffenen Spitze gesprochen. Normalerweise werden Brillianten mit einer spitzen Kulette geschliffen. Man muss jedoch darauf gefasst sein, dass ab und zu auch ein Stück der Kulette abgebrochen sein kann.

Verschiedene andere Schliffe

Tropfen/BirneOvalNavette/MarquiseHerz
Viereck/carrePrinzessinTrekantTrilliant
RechteckSmaragd  


Polykristalline Diamanten

Ein Polykristalliner Diamant (PCD) besteht aus Diamantenpulver, das unter hohem Druck und hoher Temperatur zusammen gepresst wurde.
Normalerweise wird PCD unter hohem Druck und hoher Temperatur (HPHT) an ein Wolframcarbid-Substrat gebunden. Dieses Diamant-Wolframcarbid-Komposit wird polykristalliner Diamant genannt.

Härte:

Der Diamant ist das härteste, bekannte Material, sogar härter als Wolframcarbid, Stahl, Siliciumnitrid und Siliciumkarbid.
Ideal für Anwendungen, die hoche Belastbarkeit und Haltbarkeit erfordern. 
Sinterte Diamantpartikel in zusammenhängender Struktur durch HPHT

 
Haltbarkeit:

Kombiniert Belastbarkeit und Härte für verbesserte Haltbarkeit
Hält extremen Belastungen Stand
Hat einen geringeren Reibungswiderstand als Wolframcarbid, Stahl und Teflon
Widerstandsfähig gegenüber allen Säuren und Basen
Verträgt auch hohe Temperaturen
Höhere Bruchfestigkeit als Siliciumnitrid und Siliciumcarbid

Wärmeleitfähigkeit:

Verteilt Wärme besser als Wolframcarbid, Stahl, Siliciumnitrid, Siliciumcarbid und sogar Kupfer
Reduziert lokale, extreme Temperaturen
Höchste Wärmeleitfähigkeit eines Ingenieursmaterials
Hervorragend für Kühlplatten und Applikationen in rauem Milieu.

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